Kirchen in Lechbruck

Kirchen

Hoch auf einem Hügel mitten im Ort gelegen, ist unsere katholische Pfarrkirche „Mariä Heimsuchung“ schon von weitem sichtbar. Die alte Kirche von 1616 mit dem Wallfahrtsbild „Unsere Liebe Frau am Lech“ wurde 1785 durch einen Blitzschlag zerstört. 1790 erfolgte dann die Weihe der neuen Kirche mit J.A. Geisenhof aus Pfronten als Baumeister. Die vornehm-festliche Saalkirche ist ein frühklassizistisches Kleinod sakraler Baukunst, wenn auch noch barocke Stilelemente anklingen. Besonders sehenswert sind die Reliefs am Hochaltar, zwei Wallfahrtsbilder an der Westwand und die Johann-Nepomuk-Reliquie im Tabernakel des rechten Seitenaltars.

Weit außerhalb des Ortskerns liegt an der Straße nach Roßhaupten die Wendelinskirche aus dem 17. Jahrhundert. Die barocke Kirche ist Ausdruck der Sehnsucht der Bewohner der einsamen Höfe außerhalb Lechbrucks nach einem sakralen Raum. St. Wendelin war lange Zeit Ziel von Wallfahrten und Bittgängen. In jüngster Zeit wurde die Tradition des Wendelinsritts wieder ins Leben gerufen. Bei dem jährlichen festlichen Umritt im Oktober kommen mehr als 100 Pferde, Reiter und Fuhrwerke zusammen, die gemeinsam mit zahlreichen Besuchern aus nah und fern um göttlichen Beistand bitten.

Beide Kirchen, die Pfarrkirche sowie die Wendelinskirche, sind sehenswerte sakrale Kunstwerke und eindrucksvolle Zeugnisse barocker Volksfrömmigkeit, die mit einem beachtenswerten Stiftungswesen einherging.


Die direkt am Lech gelegene „Himmelfahrtskirche“ der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Lechbruck am See wurde 1955 erbaut.