Fernwanderwege

Mit Wanderschuhen und Rucksack auf Schusters Rappen unterwegs sein – gehört dies auch zu Ihrer Leidenschaft? Dann bietet Lechbruck am See beste Voraussetzungen, denn in unserem Ort kreuzen sich gleich mehrere bekannte Fernwanderwege.
Der nach dem weltberühmten bayerischen König Ludwig II. benannte König-Ludwig-Weg führt über 100 km vom Starnberger See über den Ammersee, die Wieskirche sowie über die Königsschlösser nach Füssen, der am Lech gelegenen Stadt am Fuße der Alpen.


Der rund 150 km lange Prälatenweg durchquert das schwäbische und oberbayerische Voralpenland von West nach Ost. Von Marktoberdorf aus geht es über den Auerberg nach Lechbruck am See und Steingaden zur Wieskirche, dann nach Rottenbuch und Weilheim. Vorbei am Starnberger See führt der Weg, der mit zwei Bischofsstäben markiert ist, über das Kloster Benediktbeuern nach Kochel am See.


In Nord-Süd-Richtung verbindet der Lech-Höhenweg die Städte Landsberg am Lech und Füssen miteinander. Die gut 80 km lange Strecke folgt dem Lauf des Lechs. Nach der ehemaligen Römersiedlung Epfach gelangt der Wanderer nach Schongau, Lechbruck am See, vorbei am Bannwaldsee und Forggensee nach Füssen. Idyllische Flusslandschaften und herrliche Ausblicke auf die Alpen machen diesen Weg besonders reizvoll. Außerdem gibt es eine Anschlussroute von Augsburg nach Landsberg am Lech.

Lechbruck am See ist auch eine Station des Münchner Jakobsweges, der seit 2003 von der bayerischen Landeshauptstadt nach Lindau und Bregenz führt. Isaraufwärts erreicht der Wanderer die Klöster Schäftlarn, Andechs, Wessobrunn und Rottenbuch. Nach der Wieskirche wechselt die Route bei Lechbruck am See nach Bayerisch-Schwaben. Über Teile des alten Römerweges gelangt man nach Kempten, dann folgt der Weg ein Stück weit der alten Salzstraße. Schließlich teilt sich der Pilgerweg und führt nach Lindau bzw. Bregenz, wo er dann in den Bayerisch-Schwäbischen Jakobsweg bzw. die Schweizer Jakobswege mündet.

Stets ein besonderes Erlebnis ist eine Spurensuche auf der alten Römerstraße Via Claudia Augusta, die einst durch unseren Ort führte. Sie war eine der wichtigsten Verbindungen zwischen der Adria/Poebene und dem westlichen Voralpenraum und von großer strategischer Bedeutung für die spätere römische Provinz Rätien. Die Trasse wurde 15 v. Chr. für den Alpenfeldzug angelegt, den Drusus und Tiberius, die Söhne von Kaiser Augustus, siegreich durchführten. Zur Staatsstraße ausgebaut und durchgängig für Fuhrwerke befahrbar wurde sie in den Jahren 45 - 47 n. Chr. unter Kaiser Claudius. Die Via Claudia Augusta, deren Spuren heute noch zu finden sind, führte vom Adriahafen Altinum über Trient, den Reschen- und Fernpass bis nach Füssen, sodann am Lech entlang vorbei an Lechbruck am See nach Augsburg bis zum Kastell Submuntorium (Burghöfe) an der Donau.